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Pinnwand

Interessante Berichte und Zusatzangebote

Ein Leserbrief 

Ein sehr persönlicher Brief mit einer lebensfrohen Karte von Angehörigen über die Arbeit des Palliativnetztes HORIZONT…

Liebes Team vom Palliativnetz Horizont,

Doch dann lass mich los.
Sieh die Welt ist groß.
Ohne Freiheit bin ich fast schon tot.

Diese Strophe aus einem Lied von Trude Herr wurde schon oft zitiert und haben Sie bestimmt schon oft gehört. Für unseren Ehemann und Vater hatte sie Bedeutung und nun hat er (hoffentlich) wieder seine Freiheit. Egal, ob er nach einer seiner letzteren Aussagen als „Ameise“ wiederkommt oder doch eher als „Seeadler“.

Mit der Strophe…

Nie verlässt man sich ganz.
Irgendwas von dir geht mit.
Es hat seinen Platz immer bei mir.

…denken wir zum einen natürlich, jeder in seiner Form, an unseren Mann und Vater.

Aber „einen Platz“ wird auch immer der Gedanke an die Unterstützung von Ihnen allen in uns haben. Wir fühlten uns bei Ihnen mit unseren Unsicherheiten und Ängsten gut aufgehoben.

Ruhe, Empathie, Ehrlichkeit, sympathische Professionalität und einfach gern gesehene Menschen gaben uns den Rückhalt für diese Letzten, zum Glück nur wenigen Tage.

Mit dieser Aufmerksamkeit möchten wir unsere Dankbarkeit und Anerkennung ausdrücken.

Ob Sie als Netzwerk die Aufmerksamkeit für eine gemeinsame Zeit und/oder Idee verwenden oder sie auf die jeweiligen „Knotenpunkte“ aufteilen, entscheiden Sie gemeinsam.

Wir wünschen noch vielen Menschen Ihre Art der Zuwendung. Aber vor allem wünschen wir Ihnen, dass Sie möglichst immer glücklich, gesund und zufrieden sind. Und wenn Sie mal eine Krise haben, dass Sie so getragen und gehalten werden, wie Sie es geben.

Familie Pinnau

Was wäre wenn? 

Stellen Sie sich vor, Sie könnten per Video auch nach Ihrem Tod Botschaften und Geschichten für Angehörige und Freunde hinterlassen…

Die Palliativnetz HORIZONT gGmbH möchte im Rahmen eines besonderen Angebots, Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf oder verkürzter Lebenserwartung die Möglichkeit schaffen, Videobotschaften aufzuzeichnen. Um dieses Projekt zu finanzieren, bitten wir als gemeinnützige Organisation um Spenden aus der Bevölkerung und von Unternehmen. Helfen Sie mit, den Patienten eine Möglichkeit der liebevollen Erinnerung für die Angehörigen zu schaffen und unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende.

Palliativnetz HORIZONT gGmbH

Stichwort: Letzte Botschaft

Sparkasse Mittelholstein AG

IBAN: DE17 2145 0000 0105 3724 11

BIC: NOLADE21RD

Eine Sache des Herzens! 

Tatkräftige Helferinnen haben hunderte von kleinen bunten Herzen genäht, die ein Ausdruck der Empathie für Patienten in schweren Zeiten sein sollen.

Diese Idee ist aus einer persönlichen Erfahrung der Leiterin der Initiative Inga Demitz entsprungen. Sie sagt dazu: „Ist man zu Besuch bei einem schwerkranken Patienten, dann bewegt einen das Schicksal und die Geschichte dieser Menschen. Es ging mir sehr nahe, da es eine Herzensangelegenheit ist, denn Herzen wurden berührt, auf beiden Seiten. Nur konnte ich nichts zurücklassen, nach meinem Besuch. So kam ich auf die Idee, ich würde beim nächsten Mal ein farbenfrohes Herz zurücklassen wollen.“

Mit diesen Gedanken im Sinn haben sich einige freiwillige Frauen unter der Leitung von Inga Demitz zusammengefunden und über einen längeren Zeitraum hunderte Herzen in vielen bunten und lebendigen Farben in liebevoller Handarbeit genäht und dem Ambulanten Hospizdienst von Palliativnetz HORIZONT gespendet. Dank der tatkräftigen Untertsützung des Fachgeschäftes „Nadel & Fadenzauber“ aus Fockbek, welches die meisten schönen Stoffe kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, war diese Aktion möglich.

Diese Herzen sollen den Patienten und Betroffenen ein Zeichen der Liebe und Verbundenheit sein, wenn sie dann statt Blumen oder anderer Geschenke überreicht werden. Ein Stückchen Lebensfreude in Form eines Herzens zur Erinnerung an das Leben, welches wir haben dürfen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter vom Ambulanten Hospizdienst dürfen diese Herzen bei sich tragen und diese den Patienten und Betroffenen überreichen.

Wer sich an dieser Spendenaktion von „Herzen für Herzen“ beteiligen möchte, seien es Sachspenden (Stoffe und Material), fertig genähte Herzen oder Geld für den Einkauf von Material, der möge sich gerne an Dagmar Stroede-Jensen wenden, die Leiterin des Ambulanten Hospizdienstes von Palliativnetz HORIZONT.

Wir freuen uns über solch ein Interesse, die Hingabe und die Großzügigkeit von diesen Helferinnen und sagen „lieben Dank!“

Das Team von
Pallitivnetz HORIZONT gGmbH

Danke! 

Dr. Pia Turowski Palliativmedizinerin aus Gettorf

Lesen Sie den Brief von Dr. Turowski im Ganzen hier

Das Team von
Pallitivnetz HORIZONT gGmbH

Hospizarbeit aus Sicht der Palliativmedizinerin

Seit 2014 betreue ich als Palliativmedizinerin Patienten im Raum Gettorf auf Ihrem letzten Weg. Beim Palliativnetz HORIZONT bin ich Teil eines spezialisierten Netzwerks aus Koordination, Palliativärzten, palliativen Pflegekräften, Psychoonkologin, Sozialarbeitern, ehrenamtlichen Hospizbegleitern, Apotheken und Sanitätshäusern. Wir versorgen gemeinsam in enger Kooperation mit Hausärzten und ambulanter Pflege Patienten im gesamten Kreis Rendsburg-Eckernförde. Bei einer meiner Begleitungen im Herbst wurde ich vom Sohn eines Verstorbenen gebeten, über unser Team zu berichten.

Die meisten Menschen wünschen sich, bis zuletzt in ihrem vertrauten Umfeld bleiben zu können. Jedoch sind manchmal bei schweren Erkrankungen Symptome am Lebensende so belastend, dass die allgemeine ambulante Versorgung nicht zur Linderung ausreicht. Damit diese Patienten dann nicht ins Krankenhaus müssen, bringen wir die spezialisierte palliativmedizinische Versorgung nach Hause (SAPV). Aus einer Hand schaffen wir den Rahmen für eine bedarfsgerechte und maßgeschneiderte Versorgung. Dies umfasst unter anderem Bereitstellung von Hilfsmitteln, Kontrolle belastender Symptome und 24 Stunden Rufbereitschaft für Krisen. Im Zentrum bleibt jedoch der Mensch selbst mit seinem einzigartigen Lebensweg, seiner Geschichte und seinen Wünschen. Es ist unser Ziel, Menschen in ihren Familien so zu begleiten, dass sie nicht nur in Frieden sterben, sondern vor allem bis zuletzt leben können. So wie es die Pionierin der Palliativmedizin Cicely Saunders treffend formuliert hat.

Die letzte gemeinsame Zeit ist bei schweren Erkrankungen auch eine ungeheuer große Aufgabe für Familien und Angehörige. Meist überwiegt die Dankbarkeit einen Nachmittag im Garten, gemeinsame Gespräche und Berührungen noch miteinander erleben zu können. Diese Erlebnisse erleichtern später die Trauerarbeit. Auch alleinlebende Menschen können in der letzten Lebensphase in ihrem eigenen vertrauten Zuhause bleiben und entsprechend versorgt werden. Die ehrenamtlich geschulten Begleiter vom Hospizverein sind dabei unverzichtbare Unterstützung. Gerade wenn es auf das Ende zugeht und eine schwere kräftezehrende Erkrankung vorliegt, sind sie häufig das Zünglein an der Waage, dass die Versorgung zu Hause bis zum Lebensende ermöglicht.

Trotz aller Unterstützung gibt es manchmal Situationen in denen das häusliche Umfeld nicht, oder im Verlauf der Erkrankung nicht mehr, in der Lage ist, die Vielzahl Aufgaben zu tragen. Bisher mussten Patienten dann in Kiel oder Rendsburg stationär untergebracht werden. Deshalb sind wir sehr dankbar, nun ein Hospiz in Gettorf vor Ort zu haben. Bei Bedarf kann auch dort die SAPV durch unser Team weitergeführt werden.

Eine besondere Herausforderung stellt auch für uns die Corona Pandemie dar. Insbesondere im Frühjahr mussten Hygienekonzepte erstellt und Schutzausrüstungen und Masken kurzfristig organisiert werden. Besonders belastend war dabei die große Angst der Patienten und Angehörigen, sogar eigene Kinder und Enkel zum Abschied ins Haus zu lassen oder gar Berührungen auszutauschen.

Mein herzlicher Dank gilt allen Patienten und Angehörigen für Ihr Vertrauen und allen Spendern von Zeit-, Sach- und Geldmitteln für Ihre Unterstützung. Allen ehrenamtlichen und professionellen Helfern insbesondere den Palliativpflegekräften unserer Diakonie vor Ort danke ich für ihre wertschätzende und harmonische Zusammenarbeit. Durch all diese Menschen werden besondere Begleitungen auf dem letzten Lebensweg auf viele Schultern verteilt und dadurch erst ermöglicht.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und Gesundheit für das nächste Lebensjahr

Dr. Pia Turowski

Palliativnetz HORIZONT
Palliativnetz-horizont.de
04331-4639560

Zum neuen Jahr

Zwischen dem Alten, Zwischen dem Neuen

Hier uns zu freuen, Schenkt uns das Glück,

Und das Vergangne Heißt mit Vertrauen

Vorwärts zu schauen, Schauen zurück.

Stunden der Plage, leider sie scheiden

Treue von Leiden, Liebe von Lust;

Bessere Tage sammlen uns wieder,

Heitere Lieder stärken die Brust.

Leiden und Freuden, jener Verschwundnen,

Sind die Verbundnen, fröhlich gedenk.

O des Geschickes seltsamer Windung!

Alte Verbindung, neues Geschenk!

Dankt es dem regen, wogenden Glücke,

Dankt dem Geschicke männiglich Gut,

Freut euch des Wechsels heiterer Triebe,

Offener Liebe, heimlicher Glut!

Andere schauen deckende Falten

Über dem Alten traurig und scheu;

Aber uns leuchtet freundliche Treue;

Sehet, das Neue findet uns neu.

So wie im Tanze bald sich verschwindet,

Wieder sich findet liebendes Paar;

So durch des Lebens wirrende Beugung

Führe die Neigung uns in das Jahr.

(Johann Wolfgang von Goethe)

04331 – 46 39 56 – 0

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Ohne Ihre Mithilfe und die Unterstützung von Unternehmen aus der Region, ist unsere Arbeit gar nicht möglich. Wenn Sie die Arbeit unseres gemeinnützigen Unternehmens unterstützen möchten und somit vielen unserer Patienten direkt helfen wollen, sind wir dankbar für Spenden.

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Stichwort: PNH

Sparkasse Mittelholstein AG
IBAN: DE17 2145 0000 0105 3724 11
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